ABOREA – Aidual

Die Beschreibung von Aidual habe ich vor mehr als fünf Jahren geschrieben. Immer wenn ich sie wieder in den Fingern hatte, packte es mich und ich hatte Lust mehr daraus zu machen. Aber dann dachte ich: Halt! Bloß nichts ändern! Jetzt ist es perfekt, denn wenn du selbst dadurch animiert wirst etwas zu erdenken und dort zu spielen, dann vielleicht andere auch.

So ging es mir gestern wieder. Ich bin den Text nochmal durchgegangen und habe hier und da ein Wort ersetzt. Erneut hatte ich das Bedürfnis wesentlich mehr zu schreiben, Karten zu zeichnen, Abenteuer zu erfinden. Die Nähe zu den Zhark-Zwergen, die interessante Lage, die widersprüchlichen Landstriche und die unheimliche Gefahr durch die Orks – alles, wirklich alles, fordert mich heraus. Vielleicht ist es aber dann genau richtig, dort den Schlussstrich zu ziehen. Vielleicht wäre jedes Wort mehr falsch und zu viel, würde der Phantasie ein zu enges Korsett schnüren: Lieber mehr offen lassen, Raum für eigene Ideen, Konzepte, Kausalzusammenhänge… aber diese Schluchten! Sie nehmen vor meinem geistigen Auge Form an und rufen förmlich “Spiel mich!” :-)

Mal sehen, ob es Euch auch so geht. Ich freu mich auf Euer Feedback!

(Es gilt - wie auch schon zuvor: Der Text ist nicht in der endgültigen Fassung, wurde bislang nicht lektoriert und kann bis zur Verwendung in einem Atlas auch noch inhaltlich geändert werden.)

Aidual

10°05,0‘ N 038°55,0‘ O

Östlich von Saulc und westlich von Shuria liegt Aidual. Im Süden grenzt das Zhark-Gebirge an das von Hügeln durchsetzte Land. Es kann im Sommer unerträglich heiß werden und im Landesinneren erreichen die Temperaturen in einigen Fällen sogar mehr als 50 Grad. Dabei ist Aidual fast trocken. Ausgedörrte Steppen und Ebenen lassen das Land unwirtlich erscheinen. Doch Aidual hat auch seine schönen Seiten: Paradiesische Sandstrände und dichte Vegetation an den wenigen Süßwasserseen und Flüssen. Gerade im Süden, an den Hängen des Zhark-Gebirges gedeihen Hunderte von Tier- und Pflanzenarten. Einige der seltensten Exemplare können in den Urwäldern Aiduals gefunden werden. In dem riesigen Land leben nur wenige Iares. Die meisten sind Nomaden, und nur wenige von ihnen leben, in Stämmen organisierte, in Lehm- und Holzhütten an den Flussmündungen oder im Urwald. Die Gründe sind einmal in den extremen Lebensbedingungen zu suchen, aber auch in den Tausenden von Uareth, die in Aidual beheimatet sind. Es ist mehr ihr Land, als das der Iares. Sie herrschen hier und beanspruchen jede Region. Regelmäßig plündern und rauben sie in Shuria. Die Feuerberge des Zhark-Gebirges haben sie bereits mehr als einmal in großer Zahl angegriffen. Allerdings sind diese Versuche bislang erfolglos. Kaum jemand hat je ihre Siedlungen gesehen, aber Gerüchte besagen, dass sie das Land aufgerissen haben und in riesigen Schluchten barbarisch hausen. Hier und da flüstert man, dass eben diese Wunden Aboreas, dem Land alles Wasser entzogen haben und das die Wüsten Aiduals hier ihren Ursprung haben. Die Zahl der Uareth ist so groß, dass jede Organisation von ihnen eine ausgewachsene Bedrohung für die größten Reiche bedeuten könnte.

Dies alles ist genug, damit Aidual als von den Göttern verlassen gilt.

 

Anmerkung: In dem Text tauchen wieder die alten Namen der Völker auf. In dem finalen Text könnten diese durch “Menschen” und “Orks” ausgetauscht werden. 

Dieser Beitrag wurde unter Aborea abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>